RockNight 2017

 

mit der IAN BROWNE BAND am 08.07.2017

auf der Waldbühne am Sportplatz Bobenhausen

 

 

war ein voller Erfolg für die Band, das Publikum und den KSV Bobenhausen

 

Bild Bernd Göttmann

Andere Männer in seinem Alter, und das verraten wir hier nicht, fristen längst ihr Dasein als wohlverdiente Ruheständler. Nicht so bei Ian Browne.

Der Namensgeber der Ian Browne Band, hat sich, nach Jahrzehntelangem Tour-Leben als Profi Gitarrist und Sänger, in Langenselbold niedergelassen.

Nach über 30 Jahren quer durch Europa arbeitete der, in Manchester geborene Engländer, zuletzt auch als Tontechniker an Produktionen mit Show-Größen wie Jose Careras, Montserrat Caballe, Mick Jagger, Udo Jürgens oder der HR Big-Band beim abmischen von Alben der Künstler.

Dass Rente nicht sein Ding ist merkte er schnell und so scharte er vier Musiker um sich, damit er dem Blues und Beat weiter frönen kann. Der naheliegenste Musiker war schnell gefunden: sein Sohn Jason. Ebenfalls Gitarrist, Sänger und hoch talentierter Songwriter, dessen Stücke auch im Live Programm der Band gespielt werden. Harald Steinke, früher Rockfour, sitzt am Schlagzeug und entfaltet den nötigen Druck.  Ein weiterer Ex-Rockfour Musiker ist Hartmut Christe. Der Ober-Mockstädter rundet den Sound der Band ab und trägt auch mit seiner Stimme dazu bei. Last but not least ist die geballte Ladung von fast zwei Metern Bass Sound, den Sascha Folz verkörpert.

Schon das dritte Stück im ersten Set (Black Magic Woman von Santana) bewies die hohe musikalische Qualität der Band. Aber auch Stücke von J.J. Cale, den Beatles oder den Kinks mussten sich nicht hinten anstellen. Bei Unchain my Heart von Joe Cocker, äußerten sogar fachkundige Besucher, die „dreckige“ Stimme von Ian Browne, wäre besser als Cocker`s Röhre zu seinen besten Zeiten.

Nach drei Stunden hatte die Band kaum etwas ihrer Energie und Spielfreude eingebüßt. Mit dem berühmtesten Gitarrenriff der Rockgeschichte wurde mit Deep Purples Smoke on the Water das Finale eingeleitet. Alright now (Free) und Born to be Wild (Steppenwolf) bildeten das Finale furioso.

Nach zwei Zugaben wurde aber dann auch Ian Browne wieder in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Bobenhausen war für den Bandleader übrigens kein Neuland, denn mit seiner British Blues Band gastierte er vor vielen Jahren schon einmal in der Musikkneipe „Laisbachtal“ bei Gerhard und Uta Dlugi.

Bericht Armin Dechert